lebensqualität

In der Rubrik «thema» der vorliegenden Ausgabe setzen sich die AutorInnen aus unterschiedlichen Perspektiven mit dem Thema «Würde» auseinander. Würde bleibt auch in der ansprechenden Formulierung des Grundgesetzes ein abstrakter Begriff, der schwer umsetzbar ist. Ute Kirov ist beizupflichten, wenn sie meint, dass Würde vor allem im Umgang der Gesellschaft mit ihren Schwächsten festgemacht werden kann und hier ist vor allem der Einzelne für ein würdevolles Miteinander verantwortlich.
Würde muss tastbar werden, damit sie unantastbar wird, meint Richard Hennessey. Im Interview von Traugott Hascher und Erwin Lang mit Gerald Hüther entsteht eine «tastbare» Vorstellung von Würde, nämlich wenn der Mensch nicht zum Objekt gemacht wird und Subjekt bleibt.
Das ist nach Stefan Knobel dann der Fall, wenn Würde nicht nur eine Haltung bleibt, sondern sich durch ein kompetentes Verhalten äußert, in dem der Mensch sich als Subjekt erfährt.
Sr. Liliane Juchli bringt es schzießlich mit der Formulierung «Dem Menschen Mensch sein» auf den Punkt, was Subjekterfahrung und damit Würde bedeutet.
Die Praxisbeiträge von Edeltraut Döbler, Christine Grasberger, Thomas Zellmeister, Alessandra Besomi Thalhammer und Sabine Petersen zeigen ganz konkret, wie Menschen durch eine kompetente Pflege würdevoll leben können.
Auch die übrigen Beiträge von Karl-Friedrich Wessel, Jozo Palkovits, Andrea Woydack, Lutz Zierbeck, Maren Asmussen und Rebekka Knobel in den Rubriken «forschung», «persönlich», «seitenblick», «netzwerk», «stiftung» und «medienbesprechung» sind letztlich vom Bemühen getragen, aus dieser Welt einen besseren Ort zu machen. Und das ist Würde in Aktion!
Lassen Sie sich inspirieren, damit Würde auch Ihr Thema wird!
Richard Hennessey

von Editorial LQ 04/2018

Zeitschrift Lebensqualität 2018 Nummer 4 Titelseite