lebensqualität

Ich sitze wie so oft mal wieder im Zug. Wir fahren in die Morgenröte, die vorbeifliegende Landschaft schimmert silbrig-rosa, Nebelschwaden wabern vorbei. Hier drinnen ist es warm, ein Kaffeeduft zieht durch den Waggon und alle Fahrgäste lächeln. Eine gute Umgebung, um an dieser Ausgabe der LQ zu arbeiten. Und Umgebung ist dieses Mal das Leitthema. Wie wirkt sich die unmittelbare und auch die weitere Umgebung, die materielle und immaterielle, die belebte und unbelebte auf den Menschen aus? Wie auf seine Selbstwirksamkeit und seine Möglichkeiten, den Alltag selbstständig zu gestalten? Wie gut ist die «Person-Umwelt-Passung» in Bezug auf die Selbstständigkeit der Menschen? Diesen Fragen gehen die AutorInnen in ihren Betrachtungen ab Seite 4 nach.
Orientierungslos zu sein, kann bedrohlich wirken. Stefan Knobel hat dies erlebt. Er erzählt ab Seite 29 von seiner Suche nach Balance und stellt eine bahnbrechende neue These auf.
«Wir sind ein Wunder der Schöpfung», sagt der Medienkünstler Wolf Nkole Helzle. Er erzählt im Gespäch ab Seite 36, wie fasziniert er davon ist, dass Menschen so verschieden und doch gleich sind, von der Schönheit, die sich darin birgt, und wie er das darstellt.
Ich danke allen AutorInnen dieser Ausgabe, die uns diese und viele andere interessante Blickwinkel, Einblicke in neue Forschungen und Forschungsergebnisse sowie Informationen über aktuelle Kinaesthetics-Entwicklungen ermöglichen.
Ihnen, liebe LeserIn, wünsche ich einen guten Start in das Jahr 2020.

Ute Kirov

von Editorial LQ 4/2019

Zeitschrift Lebensqualität 2019 Nummer 4 Titelseite