lebensqualität

Editorial lebensqualität 1/2010

Man kann sich nicht nicht bewegen

von Matt, Cornelia
Dieses abgewandelte Zitat des Kommunikationswissenschafters Paul Watzlawick
bedeutet auf Kinaesthetics umgelegt folgendes: Unsere Skelettmuskulatur
arbeitet unablässig, weil sie unser Gewicht gegenüber der Schwerkraft aus-
balancieren muss. Dass diese allgegenwärtige aktive Bewegung einen direkten
Einfluss auf Kreislauf, Atmen oder Verdauung hat, erklärt der Leitartikel „Ich
bin das Gesundheitswesen“ auf Seite 4.

Demzufolge ist es keine Garantie für Lebensqualität bis ins hohe Alter, wenn
Sie regelmäßig ins Fitness-Studio gehen. Das Gebot der Stunde heißt: Beobachten
Sie sich selbst! Wie verrichte ich Alltagsaktivitäten wie Aufstehen, Sitzen,
Fensterreinigen oder Essen?

In dem Beitrag „Lebensqualität im Alter ist keine Hexerei“ auf Seite 14 geht Kin-
aesthetics davon aus, dass das Altern ein individueller Prozess ist, dem eine le-
benslange Bewegungs-Lerngeschichte zugrunde liegt. Natürlich lässt die Kraft
nach, aber eine wichtige Voraussetzung für „erfolgreiches“ Altern ist die Aufrechter-
haltung und Weiterentwicklung der individuellen Bewegungskompetenz.

Aber auch das Gefühl, aktiv zu sein, befördert Lebensqualität im Alter. Ein
selbstverwaltetes Projekt in Gränichen/Schweiz erregt überregionales Aufsehen.
Nach dem Motto „Alter schützt vor Arbeit nicht“ betreiben 26 SeniorInnen
mit großem Erfolg ein Geschäft. Auf Seite 21 lesen Sie, wie insgesamt
über vier Millionen Schweizer Franken erwirtschaftet wurden, die wohltätigen
Zwecken zugute kommen.


Viel Spaß beim Lesen!

Zeitschrift Lebensqualität 2010 Nummer 1 Titelseite