lebensqualität

Editorial lebensqualität 1/2015

Die Würde des Menschen

von Matt, Cornelia
Von der Landwirtschaft bis zu Geldanlagen, vom Joghurt bis zu Finanzprodukten – Nachhaltigkeit ist wohl jener Begriff, der am missbräuchlichsten verwendet wird. Im ursprünglichen Gebrauch bedeutet Nachhaltigkeit enkeltaugliches Wirtschaften: Die Ressourcen sollten ausschließlich so genutzt werden, dass sie auch zukünftigen Generationen zur Verfügung stehen. Doch wenn man einen Blick auf unsere Meere, die Atmosphäre, die Wüstenbildung, das Waldsterben im Amazonas und die Bodenbelastung wirft, scheinen die Menschen vom Prinzip des naturnahen Wirtschaftens und Haushaltens weit entfernt zu sein.

Axel Enke geht in unserem Titelbeitrag dem Modebegriff „Nachhaltigkeit“ auf die Spur. Er beleuchtet nicht nur den Energie- und Rohstoffhunger der Großkonzerne und den Aspekt der Nachhaltigkeit in der Bildung, sondern fordert jeden Einzelnen auf, aktiv den eigenen Konsum zu hinterfragen und auch zu verzichten. Stefan Knobel greift das Thema der Nachhaltigkeit von Kinaesthetics auf. Mit dem Blick auf die demografische Entwicklung wird die Erhaltung der Bewegungskompetenz im Alter ein wesentlicher Schlüssel sein, um zukünftig das Gesundheitssystem und die Altenbetreuung finanziell absichern zu können (ab Seite 5).

Wie implementiert man Kinaesthetics in einer großen Institution wie der Caritas Steiermark? Gundula Helge beschreibt, wie Bewegungskompetenz bei den Schlüsselkräften in der Pflege nachhaltig gefördert werden kann (ab Seite 19).

Die Jänner-Nummer der Zeitschrift „lebensqualität“ beschäftigt sich auch mit dem Thema Kind, zum einen auf der Ebene von „Kinaesthetics Infant Handling“, zum anderen über das Spannungsfeld Erziehung.

Diese und weitere spannende Beiträge aus der Welt von Kinaesthetics warten auf Sie!

Viel Spaß beim Lesen.

Zeitschrift Lebensqualität 2014 Nummer 1 Titelseite