lebensqualität

Editorial LQ 02/2017

Veränderungsprozess der LQ

von Knobel, Stefan
Die LQ ist das letzte Mal ganz in Weiß aufgetreten und hat somit auf den eigenen Veränderungsprozess aufmerksam gemacht. In Zukunft wird die LQ die weiße Fläche der Titelseite immer einer anderen KünstlerIn oder PhotographIn zur freien Gestaltung zur Verfügung stellen. Den Anfang macht Elisabeth Reichegger. Sie ist bildende Künstlerin und Kinaesthetics-Trainerin Stufe 1. Sie stellt die Titelseite und ihren Artikel ab Seite 22 unter das Motto: «Ich sehe etwas, was du nicht siehst.»
Diese Ausgabe widmet sich den Grenzen der Menschenwürde. Im Prolog auf Seite 4 wird erwähnt: Es geht dabei nicht darum, «Skandal» zu rufen. Im Gegenteil, die Auseinandersetzung mit dem Thema soll einerseits einen Beitrag dazu leisten, dass Themen wie Aggression und Gewalt in der Pflege und Unterstützung von Menschen nicht mehr tabuisiert werden müssen. Andererseits vertreten die AutorInnen die Überzeugung, dass sich die Ohnmacht diesen Themen gegenüber durch mehr Verständnis über die Zusammenhänge und die Entwicklung der notwendigen Interaktionskompetenz verringern lässt. Die Grenzen der Menschenwürde können verschoben werden.
Seit der Ausgabe 1/2008 der LQ hat Daniel Straub die Rubrik «persönlich» durch interessante Interviews mit ebenso interessanten Menschen gestaltet. Nach neun einhalb Jahren und 38 «persönlich»-Artikeln sieht er seine Aufgabe als erfüllt. Was für Projekte und Ideen seine Zukunft herausfordern und was er selbst unter Lebensqualität versteht, das erzählt er im Interview, das Christian Müller mit ihm geführt hat. Danke Daniel für dein Engagement für die LQ.
Ich wünsche den LeserInnen dieser Ausgabe viele interessante Irritationen beim Lesen. Diskutieren Sie die Inhalte mit anderen Menschen. Denn: Vielleichtlesen Sie etwas, was der andere nicht liest.
Stefan Knobel

Zeitschrift Lebensqualität 2017 Nummer 2 Titelseite